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Motivation:

Um die globale Erwärmung einzudämmen, muss die Weltwirtschaft die Verbrennung fossiler Brennstoffe, der Hauptquelle für Treibhausgase in der Atmosphäre, einstellen. Nationen weltweit haben sich in internationalen Verträgen wie dem Pariser Abkommen (UNFCCC, 2015) zu Maßnahmen verpflichtet und setzen diese um, um den Übergang zu erneuerbaren Energien zu vollziehen. Eine zentrale Herausforderung für erneuerbare Energien ist die Energiespeicherung aufgrund der zeitweiligen Verfügbarkeit von Solar- und Windenergie in Zeiträumen von Minuten bis zu Jahreszeiten sowie deren Speicherung für mobile Anwendungen. In den letzten Jahren gewinnt Wasserstoff als Energieträger an Bedeutung, der zur Lösung dieser Herausforderungen in einer dekarbonisierten Wirtschaft beitragen könnte. Dementsprechend gehen Prognosen zum Wasserstoffverbrauch von einem Anstieg der Wasserstoffnachfrage von 95 Mt Wasserstoff im Jahr 2022 auf 430 Mt im Jahr 2050 aus (IEA, 2023). Allerdings ist Wasserstoff aufgrund seiner Auswirkungen auf die Atmosphärenchemie selbst ein indirektes Treibhausgas. Daher könnten (unbeabsichtigte) Wasserstoffemissionen entlang der Wertschöpfungskette den Klimanutzen einer wasserstoffbasierten Wirtschaft verringern. Um den Klimanutzen des Ersatzes fossiler Brennstoffe durch Wasserstoff zu bewerten und zu maximieren, müssen die Klimaauswirkungen einer wasserstoffbasierten Wirtschaft verstanden werden.

Projekt:

In diesem Projekt bewerten wir den aktuellen Wissensstand, insbesondere aus der wissenschaftlichen Literatur, zu den Klimaauswirkungen einer wasserstoffbasierten Wirtschaft.

Der Beitrag unserer Arbeitsgruppe ist

  1. eine Analyse des Treibhauspotenzials von Wasserstoff in der Atmosphäre und
  2. eine Zusammenfassung des Wissensstandes über natürliche Quellen.